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 Freiwillige Feuerwehr Heikendorf

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Am 02. Februar führte die Ortswehr Altheikendorf ihre diesjährige Jahreshauptversammlung durch. Ortswehrführer Jörg Taube begrüßte als Gäste den Bürgermeister Alexander Orth, die Kreistagsabgeordneten Tade Peetz, Hans-Herbert Pohl und Rainer Weigel, aus der Gemeindevertretung Kathrin Güldenzoph, Gunnar Schulz und Elke Wohlert, den Leiter der Polizeistation Heikendorf Jens Hamann, von der Bundewehrfeuerwehr des Munitionslagers Laboe die Kameraden Holger Schedofsky und René Wilke, den DRK-Ausbilder Detlev Möss, den Gemeindewehrführer Jens Willrodt, den stellvertretenden Gemeindewehrführer Roland Knoth, die Ehrenmitglieder Harald Benk, Hugo Schneekloth und Joachim Voigt, als Vertreter der Jugendfeuerwehr den Jugendgruppenführer Lukas Langer, die für das Haus der Sicherheit zuständige Reinigungskraft Heidi Sellke sowie eine Vertreterin der Presse.

 

 


Im vergangenen Jahr rückte die Altheikendorfer Wehr zu 73 Einsätzen aus und hatte damit ein durchschnittliches Einsatzjahr abzuarbeiten. Die Statistik weist 13 Brandeinsätze, 43 Technische Hilfeleistungen, 8 sonstige Einsätze, 8 Fehlalarme sowie 1 Alarmübung aus. Neben einem Kellerbrand in einem Gewerbebetrieb und einem Wohnzimmerbrand in einem Mehrfamilienhaus dominierten unter den Brandeinsätzen brennende Papiermülltonnen und -container. Sieben Mal gab es deshalb Anlass zur Alarmierung der Feuerwehr mit einem Höhepunkt im April: An einem Sonntag wurde die Wehr in aller Frühe zwischen 03:48 Uhr und 05:51 Uhr drei Mal alarmiert um brennende Mülltonnen zu löschen. Mit 43 Einsätzen war weitaus mehr technische Hilfe zu leisten: Bei insgesamt 14 Einsätzen mit dem Stichwort "Mensch in Not" konnten sechs Personen gerettet werden. Besonders hervorzuheben ist ein Gefahrgut-Einsatz: In einer Wohnung wurde aus Unkenntnis der Giftigkeit unsachgemäß mit in einem erhaltenen Paket ausgelaufenem Quecksilber umgegangen. In der Folge kam es zum Einsatz der Altheikendorfer Wehr in Zusammenarbeit mit dem Löschzug Gefahrgut des Kreises Plön, dem Rettungsdienst, und der Polizei, um die Gefahr für die Bewohner zu beseitigen und die Chemikalie aufzunehmen und zu entsorgen.

Ein großes Problem ist mittlerweile die Verfügbarkeit von Einsatzkräften unter der Woche tagsüber. In der Zeit zwischen 08:00 Uhr und 14:00 Uhr sind im Durchschnitt nur vier bis fünf Einsatzkräfte der Altheikendorfer Wehr im Ort verfügbar. Eine Arbeitsgruppe innerhalb der Wehr beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Mitgliederwerbung. Hier ist aber auch die Politik gefordert, der kommunalen Pflichtaufgabe "Brandschutz" nachzukommen und eine leistungsfähige Feuerwehr zu unterhalten - dazu zählt auch die Gewinnung von Einsatzkräften. Am 24. Februar findet in der Heikendorfer Mehrzweckhalle die erste Heikendorfer Ehrenamtsmesse statt. Auch die Heikendorfer Feuerwehr, bestehend aus den Ortswehren Alt- und Neuheikendorf sowie der Jugendfeuerwehr wird sich zusammen mit dem Förderverein der Jugendfeuerwehr an einem Messestand sowie auf dem Außengelände präsentieren und für das Ehrenamt "Feuerwehr" zum Wohl und Schutz der Heikendorferinnen und Heikendorfer werben.

Im abgelaufenen Jahr wurden 22 Dienstabende sowie 11 Pflegedienste durchgeführt, des Weiteren nahmen die Kameraden an den unterschiedlichsten Lehrgängen teil. Die Atemschutzgeräteträger führten 3 Weiterbildungen an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Preetz durch. Neben 12 Weiterbildungen zu unterschiedlichen Themen fand in 2017 wieder eine Ausbildung zum Drehleiter-Maschinisten auf dem Plan. Einige Kameraden durften außerdem an einem Pilotprojekt des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein zum Thema "Fahrsicherheitstraining" teilnehmen. Eine große Zusatzbelastung verursachte im abgelaufenen Jahr die Erweiterung des Hauses der Sicherheit: Es fanden vier Gespräche mit dem Bürgermeister dazu statt, weiter nahmen die Wehrführung und einzelne Kameraden an 35 Besprechungen mit der Bauverwaltung, dem Architekten und Baufirmen teil, um Arbeiten und Ausführungen abzustimmen. Nach insgesamt drei Bauabnahmen (Vorabnahme, Abnahme, Abnahme der Außenanlagen) sind immer noch nicht alle Mängel beseitigt, u.a. stehen noch immer nicht alle Stellplätze auf dem Grundstück zur Verfügung, da wetterbedingt eine Reihe mit 13 Stellplätzen noch nicht fertiggestellt werden konnte. Deshalb muss das im Grasweg eingerichtete Halteverbot auch leider immer noch bestehen bleiben.

Im Rahmen der Brandschutzerziehung und -aufklärung beschulten die Kameraden 107 Kinder und 16 Erwachsene - etwa doppelt so viele wie im Vorjahr.

Durch Mitwirkung beim Weihnachtsmarkt des Fördervereins der Jugendfeuerwehr, durch Ausrichtung zweier Baby- und Kindersachenflohmärkte sowie Mitwirkung beim Hafenfest anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Ostseebades Heikendorf betrieb die Wehr Öffentlichkeitsarbeit um sich zu präsentieren und für die Feuerwehr zu werben.

Neben einem Austritt und einem Eintritt sowie der Überstellung eines Kameraden in die Ehrenabteilung verstarben im vergangenen Jahr ein Ehrenmitglied sowie ein aktiver Kamerad, so dass sich die Gesamtstärke leider erneut dezimierte. Am 31.12.2017 bestand die Wehr aus 47 aktiven Kameraden (davon 7 Frauen) sowie 5 Ehrenmitgliedern; Das Durchschnittsalter beträgt 40,1 Jahre. Vor dem Hintergrund, dass die Sollstärke der Altheikendorfer Wehr 63 Kameraden fordert, gibt es weiter deutliches Potential im Bereich der Mitgliederwerbung.

Es wurden 2.335 Stunden Übungs- und Ausbildungsdienst sowie 612 Stunden Einsatzdienst geleistet. Die Dienstbeteiligung ist mit 44,3 % weiter gesunken. Hier appellierte Ortswehrführer Taube an die Kameradinnen und Kameraden, die Dienstabende häufiger zu besuchen. Die Fahrleistung der Fahrzeuge lag bei 12.637 gefahrenen Kilometern etwas höher als in den Vorjahren, die Pumpen liefen 18,5 Stunden, die Generatoren 9,25 Stunden. Aus dem öffentlichen Wassernetz wurden etwa 15m³ Wasser, aus offenen Gewässern etwa 5m³ Wasser entnommen.

Jugendfeuerwehrwart Nils Büchner lies in seinem Jahresbericht das für die Jugendfeuerwehr recht erfolgreiche Jahr 2017 Revue passieren: Fünf Neuzugänge verstärkten wie Jugendwehr auf 22 Jugendliche, davon fünf Mädchen. Die Jugendfeuerwehr Heikendorf leistete im vergangenen Jahr 140 Stunden Jugendfeuerwehrarbeit. Neben dem wöchentlichen Ausbildungsdienst nahm die Jugendfeuerwehr u.a. am Kreisjugendfeuerwehrtag, an der Aktion "Jugend sammelt für Jugend", am Aktionstag der Schleswig-Holsteinischen Jugendfeuerwehr im Hansapark, an verschiedenen Laternenumzügen und am Heikendorfer Weihnachtsmarkt teil.
Die jährliche Freizeitfahrt führte die Heikendorfer Jugendwehr nach Sachsen. 13 Tage lang sorgte ein gut gefüllter Programmplan (u.a. ging es in den Leipziger Zoo, die Dresdener Altstadt, den Leipziger Flughafen sowie einen Freizeitpark) rund um das an einer Talsperre gelegenen Abenteuercamp, in dem in Tipis übernachtet wurde, für Spaß und Kurzweil.

Gemeindewehrführer Jens Willrodt ging in seinem Jahresbericht ebenfalls auf das Problem der fehlenden Einsatzkräfte ein. Unter der Überschrift "Feuerwehr 2025" skizzierte er die Rahmenbedingungen der kommenden Jahre: Demographischer Wandel, kommunale Haushaltslage und veränderte Anforderungen an den Brandschutz erfordern eine Überprüfung und Optimierung des Ist-Zustandes. Aufgrund der demographischen Entwicklung stehen immer weniger Mitbürger zur Verfügung, aus deren Reihen überhaupt Einsatzkräfte rekrutiert werden können. Ziel für Heikendorf müsse sein, das moderne und leistungsstarke System aufrecht zu erhalten um den Erfordernissen zum Schutz der Bevölkerung gerecht zu werden. In den Feuerwehren beschäftigen sich Arbeitsgruppen mit dem Thema, doch sieht Jens Willrodt die Gemeinde auch mehr in der Pflicht. Er lädt die Kommunalpolitik ein, sich im März mit den Arbeitsgruppen der beiden Feuerwehren zusammenzusetzen um eine nachhaltige Werbestrategie zu entwickeln.

Nach erfolgreich absolvierter Probezeit wurden Peter Lühr und Sven Martensen einstimmig im Kreis der Aktiven bestätigt.

Heiko Ballies und Uwe Ballies wurden aus dem aktiven Dienst verabschiedet, beide haben den Wohnort gewechselt und stehen der Altheikendorfer Wehr leider nicht mehr zur Verfügung.

Befördert wurden nach absolvierten Lehrgängen bzw. erfüllter Mindestdienstzeit:
Peter Lühr zum Feuerwehrmann;
André Lüddeke zum Oberfeuerwehrmännern, Laura Reiche zur Oberfeuerwehrfrau;
Jens Freiheit zum Hauptfeuerwehrmann (3 Sterne), Judith Saedler zur Hauptfeuerwehrfrau (3 Sterne);

Geehrt wurden:
André Lüddeke für 10 Jahre Mitgliedschaft,
Alexander von Brümmer und Stephan Utecht für 20 Jahre Mitgliedschaft,
Marco Wiesner für 40 Jahre Mitgliedschaft,
Harald Benk für 50 Jahre Mitgliedschaft.

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Ehrung 50 Jahre Mitgliedschaft (links Löschmeister Harald Benk, rechts Hauptbrandmeister (3 Sterne) Jens Willrodt)

 

 

 

 

 

 

 

 




Wilfried Gehrmann, Andreas Krüger und Hartmut Sellke mit dem Brandschutzehrenzeichen am Bande in Silber (für 25 Jahre aktiven Dienst),

 

 


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Detlev Howaldt mit dem Brandschutzehrenzeichen am Bande in Gold (für 40 Jahre aktiven Dienst).

 

 

 

 

 

 

 

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Mit Brandschutzehrenzeichen Geehrten (von links nach rechts: Löschmeister Detlev Howaldt, Löschmeister Wilfried Gehrmann, Löschmeister Hartmut Sellke, Oberlöschmeister Andreas Krüger)

 

 

 

 

 





Gewählt wurden:
zum stellvertretenden Kassenverwalter: Peter Lühr
zum Kassenprüfer: Sven Martensen.

Grußworte der Gäste:
Bürgermeister Alexander Orth bedankte sich für die Einladung und gratulierte allen Beförderten, Geehrten und Gewählten, er wünschte allzeit eine glückliche Hand. Er führte aus, dass sein Respekt vor der Arbeit der Feuerwehr in den letzten Jahren von Jahr zu Jahr gestiegen wäre: Der physische und psychische Einsatz der Feuerwehrkameradinnen und -kameraden sei nicht immer leicht, deshalb ist Feuerwehr etwas Besonderes. Im Namen aller Heikendorfer und der Gemeindevertretung danke er den Feuerwehrleuten für ihr Engagement.

Stationsleiter Jens Hamann überbrachte die Grüße der Polizeistation Heikendorf und skizzierte kurz die aktuelle Situation dort: Mit den am 01. Februar neu dazugekommenen Polizisten gehören der Heikendorfer Polizeistation nun 16 Beamte an, so dass alle froh über die dazugekommenen Räume sind.

Oberbrandmeister Holger Schedofsky von der Bundeswehrfeuerwehr erläuterte die aktuelle Struktur der Bundeswehrfeuerwehr im Allgemeinen sowie der Feuerwehr auf dem Munitionslager Laboe. Dort soll das Personal mittelfristig aufgestockt werden, auch über einen Neubau der dortigen Feuerwache werde nachgedacht. Aktuell im Zulauf ist für die dortigen Kameraden ein Gerätewagen.

Tade Peetz berichtete von dem aktuell auf Landesebene aufgelegten Förderprogramm für Feuerwehrhäuser sowie dem anstehenden Jubiläum des Kreisfeuerwehrverbandes.

Hans-Herbert Pohl führte aus, dass das Ehrenamt "Gemeindevertreter" eine ähnliche Aufopferung und Investition von Freizeit bedeute wie das Ehrenamt "Feuerwehr". Allerdings ist ein Teil des Feuerwehrdienstes im Gegensatz zu kommunalpolitischer Arbeit höchst verantwortungsvoll, da man im Feuerwehreinsatz nicht weiß, was einen erwartet und man einer starken psychischen Belastung ausgesetzt ist. Einen besonderen Dank richtete er an die Atemschutzgeräteträger, die für ihn innerhalb einer Feuerwehr noch einmal eine besondere Stellung einnehmen.

Der stellvertretende Gemeindewehrführer Roland Knoth überbrachte die Grüße des Neuheikendorfer Ortswehrführers und seiner Kameraden. Dem Jugendfeuerwehrwart und seinem Stellvertreter bescheinigte er eine gute Arbeit und drückte seine Anerkennung aus. Er appellierte an die Politiker, der Einladung des Gemeindewehrführers zu folgen, um die Personalproblematik zu lösen.

Unter dem Tagesordnungspunkt "Verschiedenes" wies Kamerad Jürgen Zuleger wie schon im Vorjahr darauf hin, dass die Gemeinde gemäß Brandschutzgesetz auch für die Personalgewinnung für die Feuerwehr zuständig sei, er hoffe, das geplante Treffen im März kommt zustande.

Der stellvertretende Ortswehrführer Karsten Wallath bedankte sich im Schlusswort bei den Gruppenführern, die mit viel Einsatz und Engagement die Planung, Ausgestaltung und Durchführung der Dienstabende übernommen haben. Weiter dankte er allen Kameradinnen und Kameraden, die trotz der teilweise widrigen Umstände im Zusammenhang mit dem Erweiterungsbau immer versuchten, das Beste aus der Situation zu machen.
Er appellierte an die ortsansässigen Arbeitgeber, Mitarbeiter für den Feuerwehrdienst zu werben oder Feuerwehrleute bei Stellenbestzungen zu berücksichtigen. Eine schlagkräftige Feuerwehr ist für einen Betrieb auch ein Standortvorteil, da jeder Arbeitgeber nach einem Schadenfall möglichst wenig Schaden, wenig Verlust und eine schnelle Rückkehr zur Normalität möchte. Er führte aus, das ein Arbeitgeber durch die Beschäftigung aktiver Feuerwehrleute diverse Vorteile hat: Feuerwehrleute haben einen Blick für Mängel und Sicherheit, tragen tagtäglich zur Sicherheit im Betrieb bei, lernen mit schwierigen Situationen umzugehen, Entscheidungen zu treffen und vieles mehr, sie bringen also Eigenschaften mit, die im Arbeitsleben benötigt werden. Nach Studium der Internetseiten der Heikendorfer Ortshandwerkerschaft und des Handel- und Gewerbevereins kommt Karsten Wallath zu dem Schluss, dass in Heikendorf 131 Arbeitgeber ansässig sind. Er führt aus, dass davon nur ein Drittel je einen Mitarbeiter für die Freiwillige Feuerwehr gewinnen müsste damit das Personalproblem gelöst ist, denn dann hätte Heikendorf 30 Einsatzkräfte mehr zur Verfügung als aktuell. Interessierte Arbeitgeber sind natürlich herzlich zur Ehrenamtsmesse am 24. Februar eingeladen, ihre Fragen zu stellen und sich zum Thema "Feuerwehr" am Stand der Feuerwehr Heikendorf zu informieren.

Jörg Taube bedankte sich zum Abschluss bei seinem Stellvertreter Karsten Wallath, der häufig einspringt und Termine wahrnimmt.

 

(jb)

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